MNHA – NATIONALMUSEUM FÜR GESCHICHTE UND KUNST

Im Herzen der Altstadt beherbergen ein zentrales Gebäude (2002) und drei alte Häuser die nationalen archäologischen, historischen und künstlerischen Sammlungen Luxemburgs. Präsentiert in Form von neu gestalteten thematischen Rundgängen, stellen sie eine kulturelle Attraktion dar, die man nicht verpassen sollte. Unterschiedliche Wechselausstellungen runden das Angebot ab.

Dauerausstellungen

Seit 2015 bietet das MNHA fünf thematische Rundgänge an:

Prolog – Ein Überblick über die Geschichte des Landes und des Museums von 1839 bis heute.

Archäologie - Die Schätze des archäologischen Kulturgutes Luxemburgs, von der Vorgeschichte bis zum Ende des Mittelalters.

Kunsthandwerk und Volkskunst - Von Mansfeld bis Design: Wohnkultur und angewandte Kunst in Luxemburg von der Renaissance bis zum 21. Jahrhundert.

Schöne Künste - Die Sammlungen der alten Meister (12.-19. Jahrhundert), der modernen und zeitgenössischen Kunst (20.-21. Jahrhundert) sowie der luxemburgischen Kunst (17.-21. Jahrhundert).

Münzen und Medaillen - Die Geld- und Wirtschaftsgeschichte unserer Regionen von der Antike bis zur Gegenwart.

Sonderausstellungen

Supports/Surfaces: Viallat & Saytour. Moderne französische Malerei aus dem MNHA.
Bis zum 24. Oktober 2021

Eine der Stärken der internationalen Kunstsammlung des MNHA ist das Gemäldeensemble von Supports/Surfaces, einer künstlerischen Bewegung, die von 1966 bis 1972 die zeitgenössische französische Kunst sowohl in der Malerei als auch in der Bildhauerei geprägt hat.

Das MNHA besitzt eine der wichtigsten öffentlichen Sammlungen von Supports/Surfaces Werken europaweit. Sie wurde über viele Jahre hinweg aufgebaut und wird auch heute noch aktiv durch Schenkungen und Ankäufe erweitert. In dieser Ausstellung werden wichtige Neuerwerbungen der letzten Jahre gezeigt, wobei der Schwerpunkt auf Werken von zwei Gründungsmitgliedern der Supports/Surfaces-Bewegung liegt: Patrick Saytour (geb. 1935) und Claude Viallat (geb. 1936).

 

Robert Brandy im Angesicht seiner selbst. Rückblick auf 50 Jahre Karriere

Bis zum 28. November 2021

Mit der Ausstellung Robert Brandy im Angesicht seiner selbst blickt das Nationalmuseum für Geschichte und Kunst auf ein halbes Jahrhundert künstlerischen Schaffens des ebenso beliebten wie anerkannten luxemburgischen Künstlers zurück. In der Kunstwelt konnte sich Brandy zu Beginn seiner Karriere schon bald einen Namen machen, wobei ein für die luxemburgischen Verhältnisse der 1970er Jahre außergewöhnlicher Entschluss eine Rolle spielte: die Entscheidung, seine Leidenschaft zu seinem Beruf zu machen und in seinem Land von seiner Kunst zu leben. Durch seinen Status als freischaffender und unabhängiger Künstler schaffte Brandy seinen eigenen Mythos und ebnete zugleich unbewusst den Weg für andere Künstler. Die Ausstellung im MNHA widmet sich zwei Aspekten: einerseits wird der Umfang von Brandys Karriere dargestellt (1971-2021). Eine repräsentative Auswahl von zum Teil noch nicht öffentlich gezeigten Werken vermittelt seine künstlerische Entwicklung. Der Besucher kann Brandys Werdegang sowie die Entfaltung seiner Formensprache von ihren Anfängen bis heute nachvollziehen. Andererseits veranschaulicht die Ausstellung auch die Stellung Brandys in der luxemburgischen Kunstgeschichte als einer der Pioniere der Professionalisierung in einer Zeit, die von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung des Kunstsektors war.

 

Rethinking Landscape – 8th European Month of Photography 

Bis zum 17. Oktober 2021

Landschaftsdarstellungen haben eine lange und reiche Tradition in der Kunstgeschichte. Im Kontext der Land Art erfuhren sie in den frühen 1970er Jahren einen radikalen Paradigmenwechsel. Indem sie über das Subjekt hinaus zum Medium wurden, öffneten sich auch die Landschaftsrepräsentationen ästhetischen Erlebnissen und künstlerischem Experimentieren. Heute vertieft die junge europäische Fotografie das Bewusstsein für ein zunehmend unausgewogenes Verhältnis zwischen Mensch und Natur durch neue zeitgenössische Darstellungen des analogen und digitalen Bildes. Rethinking Landscape (Die Landschaft neu denken) zeigt Positionen von fünf Künstlern, die einen neuen fotografischen Blick auf Landschaftsdarstellungen werfen und originelle und vielfältige ästhetische Ansätze zwischen Fiktion, Sublimierung und Distanzierung zeigen.

Architektur

1922 erwarb der Luxemburger Staat das Haus Collart-de-Scherf auf dem Fischmarkt mit dem Ziel die nationalen Sammlungen dort beherbergen zu können. Doch die Umbauten kamen nur langsam voran und das Museum, das 1939 eingeweiht werden sollte, konnte erst nach dem Krieg 1945 seine Türen öffnen. Fünfzig Jahre später, mit der ersten Ausgabe von Luxemburg, Kulturhauptstadt Europas, zeigte sich deutlich, dass das Zentralgebäude des Museums zu klein geworden war, um seine Aktivitäten und seine Sammlungen weiter entfalten zu können. Das Umstrukturierungsprojekt des MNHA wurde dann dem Fonds de rénovation de la Vieille Ville anvertraut. Im Herzen der Altstadt in einem von der UNESCO klassifizierten Stadtteil gestaltete sich die dem Architekten Christian Bauer anvertraute Erweiterung des Museums allerdings als schwierig. Nach umfangreichen Arbeiten wurde der neue Zentralbau im Jahre 2002 endlich eingeweiht. Seine Räumlichkeiten entsprechen nun den Ansprüchen der Zeit und verdoppeln die Ausstellungsfläche des Museums, die sich damit von 1900 m2 auf 4300 m2 vergrößert. Die neuen zusätzlichen Ausstellungsräume befinden sich größtenteils unter dem sanierten Platz des Fischmarkts.  Die drei dem Museum gegenüberliegenden Patrizierhäuser in der Wiltheimstraße, die in den 1960er und 1970er Jahren erworben und ausgebaut wurden, blieben bei dem Sanierungsprojekt 2002 außen vor. Der Wiltheim Flügel wurde von 2012 bis 2014 saniert und bietet schlussendlich rund 1.500 m2 zusätzliche Ausstellungsfläche sowie zwei neue Räume für den museumspädagogischen Dienst. Eine zweigeschossige, vollverglaste Brücke verbindet nun das Zentralgebäude mit dem Wiltheim Flügel und ermöglicht einen besseren Zugang und mehr Bewegungsfreiheit für die Besucher.

 

Sonntag: 10:00-18:00
Montag: Closed
Dienstag: 10:00-18:00
Mittwoch: 10:00-18:00
Donnerstag: 10:00-20:00
Freitag: 10:00-18:00
Samstag: 10:00-18:00

01.01 / 23.06 / 01.11 / 25.12

 

  • 7.00EUR
    Erwachsene
  • 5.00EUR
    Ermäßigter Tarif
  • 0.00EUR
    Dauerausstellung
  • 0.00EUR
    Donnerstags, 17:00-20:00
 

Marché-aux-Poissons
L-2345 Luxembourg
 

  • Bus

    N°9 / N°14 / N°20 (Um Bock), N°19 / N°31 (Gruef/Kasinosgaass)

  • Vel'OH!

    N°14 (Knuedler), N°15 (Theater Plaz)

  • Auto

    Parkhaus Théâtre

Programm des Nationalmuseums für Geschichte und Kunst