CASINO LUXEMBOURG – KUNSTZENTRUM FÜR ZEITGENÖSSISCHE KUNST

Das internationale Ausstellungsprogramm des zentral in der luxemburgischen Hauptstadt gelegenen Casino Luxembourg steht ganz im Zeichen der Gegenwartskunst und ist vor allem jungen Künstler*innen gewidmet. Das Kunstzentrum verfügt über diverse, vielseitig nutzbare und wandlungsfähige öffentliche Bereiche, die es zu einem einladenden und kommunikativen Ort der Kunst machen: Im Erdgeschoss befinden sich neben einer auf die Gegenwartskunst spezialisierten Bibliothek und einer Buchhandlung, ein Raum für pädagogische Angebote und ein Café-Restaurant. Die erste Etage ist den wechselnden monografischen oder thematischen Ausstellungen des Forums vorbehalten. Ergänzt wird das Programm durch Führungen, Vorträge, Konzerte und Workshops.

Permanente Werke

Als Zentrum für zeitgenössische Kunst widmet sich das Casino Luxembourg ausschließlich dem zeitgenössischen Schaffen und konzentriert sich auf die künstlerische Produktion und nicht auf die Sammlung von Kunstwerken. Im Laufe der Jahre jedoch, haben sich bestimmte Werke, einige davon nahezu unbemerkt, ins Innerste des Gebäudes und drum herum eingeschlichen. Einige sind seither unter mehreren Farbanstrichen verschwunden oder diversen Neugestaltungen zum Opfer gefallen. Andere hatten offensichtlich mehr Glück und sind geblieben, darunter A Wise Thought in a Circle von Nedko Solakov oder La Surface de l’Art von Jacques Charlier. Wieder andere wurden speziell in Auftrag gegeben, um gezeigt zu werden, so wie Zeitgeist: Karl Cobain von Claudia Passeri, Beautiful Steps #10von Lang/Baumann oder auch Zäit Wuert des Künstlerkollektivs LAb[au]. Sie alle sind heutzutage Teil der permanenten „Sammlung“ des Casino Luxembourg.

Sonderausstellungen

Karolina Markiewicz & Pascal Piron – Stronger than memory and weaker than dewdrops
25.09.2021 – 30.01.2022
Kurator: Kevin Muhlen

Die Multimedia-Ausstellung Stronger than memory and weaker than dewdrops von Karolina Markiewicz und Pascal Piron basiert auf zeitgenössischer Poesie und verschmilzt mit dieser, um aktuelle Ereignisse in der Welt, aber auch deren Geschichte und Mythen auszudrücken. Mythen und Abstraktionen stellen hier eine Parallelwelt dar, durch die wir uns auch die eindrucksvollsten Geschichten und Fakten erklären können. Eine Welt, in der wir fühlen und die es uns vielleicht erlaubt, Teil einer menschlichen Gemeinschaft zu sein. 

Die Zusammenarbeit von Karolina Markiewicz und Pascal Piron seit 2013 schafft Verbindungen zwischen Film, bildender Kunst und Theater. Im Zentrum steht das Individuum als Teil einer menschlichen Gemeinschaft, die zwischen Vergänglichkeit, Resignation und Hoffnung oszilliert.

Karolina Markiewicz hat Politikwissenschaft, Philosophie und Theater studiert und arbeitet als Künstlerin, Film- und Theaterregisseurin. Pascal Piron hat bildende Kunst studiert und arbeitet als Künstler und Filmregisseur. Beide arbeiten auch als Lehrer mit GymnasiastInnen mit Migrationshintergrund oder im Exil. Karolina lehrt auch an der Universität Lothringen. Die künstlerische Arbeit der beiden reicht von Dokumentar- und Spielfilm bis hin zu Virtual-Reality-Filmen, von Schreiben, Malerei, Fotografie bis hin zu Theater und Performance. Die jeweils verwendeten künstlerischen Techniken sind wichtig und variieren je nach behandelten Themen und den zu erzählenden Geschichten.

Architektur

Das Gebäude des heutigen Casino Luxembourg wurde 1882 von Pierre Kemp und Pierre Funck erbaut. Früher „Casino Bourgeois“ genannt, entwickelte sich das Casino schnell zu einem beliebten Zentrum des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens in der Hauptstadt. Mitte des 20. Jahrhunderts kaufte der Staat das Gebäude und vermietete es an den Kulturkreis der Europäischen Gemeinschaften. Das Casino, fortan „Foyer Européen“ genannt, bleibt bis Ende 1990 das Zentrum der kulturellen und gesellschaftlichen Veranstaltungen der Europäischen Gemeinschaften in Luxemburg. Im Rahmen der Vorbereitungen für Luxemburg, Kulturstadt Europas 1995, wurde Urs Raussmüller die Umwandlung des ehemaligen „Casino Bourgeois“ in eine Ausstellungsstätte anvertraut. Im März 1996, drei Monate nach dem Ende des Kulturjahres 1995 in Luxemburg, wurde das Casino Luxembourg zu dem, was es heute ist: ein Forum für zeitgenössische Kunst.

Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Casino Luxembourg – Forum d’art contemporain im Jahr 2016 wurden die öffentlichen Räume im Erdgeschoss und die Ausstellungsräume im ersten Obergeschoss neugestaltet. Das Kunstzentrum verfügt heute über diverse, vielseitig nutzbare und wandlungsfähige öffentliche Bereiche, die es zu einem einladenden und kommunikativen Ort der Kunst machen.

 

Architekt(en)

Das Casino wurde 1882 von den luxemburgischen Architekten Pierre Kemp und Pierre Funck erbaut. 1959 ließ der luxemburgische Architekt René Mailliet den Glas-Stahl-Pavillon an der Südfassade des Gebäudes errichten, das heute als „Aquarium“ bekannt ist. 1995 hatte der Architekt Urs Raussmüller die Aufgabe, das „Casino Bourgeois“ in eine Ausstellungsstätte zu verwandeln und die White Cubes in diese einzubauen, ohne die historische Bausubstanz zu beeinträchtigen.

Die von Claudine Kaell geplante Neugestaltung des Casino im Jahre 2016, anläßlich des zwanzigjährigen Bestehens des Forum d‘art contemporain, sorgt dank des pragmatischen architektonischen Konzepts für eine fließendere Organisation der Innenräume und erleichtert (mit einem zusätzlichen Eingang am Boulevard Roosevelt) den Zugang zum Gebäude. Das Erdgeschoss erhält neben der bestehenden Bibliothek einen komplett neu gestalteten Empfangsbereich, Ausstellungsräume, ein Raum für Bildungsaktivitäten sowie ein Restaurant.

 

Sonntag: 11:00-19:00
Montag: 11:00-19:00
Dienstag: Closed
Mittwoch: 11:00-19:00
Donnerstag: 11:00-21:00
Freitag: 11:00-19:00
Samstag: 11:00-19:00

01.1 / 01.11 / 25.12

 

  • 0.00EUR
    Eintritt frei
 

41, rue Notre-Dame
L-2240 Luxembourg
 

  • Bus / Tram

    Hamilius

  • Vel'OH!

    N°12 (Ënneschtgaass), N°13 (Gëlle Fra)

  • Auto

    Parkhaus Hamilius

Programm des Casino Luxembourg