VILLA VAUBAN – KUNSTMUSEUM DER STADT LUXEMBURG

Die um einen Neubau erweiterte Bürgervilla von 1873 liegt inmitten einer historischen Parkanlage. Die Sammlung umfasst europäische Malerei und Skulptur des 17. bis 19. Jahrhunderts (Niederlande, Frankreich, Italien) sowie Luxemburger Kunst des 19. bis 21. Jahrhunderts. Dauer- und Sonderausstellungen sowie ein abwechslungsreiches Begleitprogramm erwarten die Besucher.

Dauerausstellung

Ein Spaziergang durch die Kunst. Europäische Malerei und Skulptur, 17.-19. Jahrhundert

Mit über 100 Gemälden und 14 Skulpturen nimmt die permanente Ausstellung in der Villa Vauban den Besucher mit auf einen Rundgang durch drei Jahrhunderte künstlerischen Schaffens: von den Niederlanden des 17. Jahrhunderts über die Sehnsuchtsorte Italiens bis hin zur französischen Malerei um die Mitte des 19. Jahrhunderts. Neben Stilen, Kunstepochen und zahlreichen Meisterwerken gibt es Kleinformate und Miniaturen sowie die spektakulären Erwerbungen Jean-Pierre Pescatores, Stifter und Wohltäter der Stadt Luxemburg, anlässlich der Versteigerung der Sammlung König Willems II. der Niederlande 1850 zu sehen. Die große Vielfalt der Sujets und Kunststile wird zu Beginn des Rundgangs in Form einer immersiven Videoprojektion vermittelt, welche die Besucher in die Atmosphäre der Gemälde versetzt, die sie auf ihrem Spaziergang durch die Kunst entdecken werden.

Sonderausstellungen

„Pour Élise“. Die Sammlung Hack und die Kunst in Paris während der Belle Époque
03.07. > 10.10.2021

„Pour Élise“ ist die ungewöhnliche Geschichte einer jungen Luxemburger Auswandererin und einfachen Hausangestellten, die gegen Ende des 19. Jahrhunderts Zugang zur Pariser Kunstszene erhält. Élise Hack, 1860 in Echternach geboren, lebt bei dem bekannten Kunsthistoriker und -kritiker Henry Havard (1838-1921) und sammelt während dieser Zeit ca. 30 Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Grafiken und Skulpturen, die sie 1922 der Stadt Luxemburg vermacht. Die Ausstellung stellt sowohl Élises Lebensweg wie auch ihre Sammlung in den jeweiligen historischen und kunsthistorischen Kontext. Darüber hinaus zeigt sie Gemälde aus der Sammlung Henry Havards, welche den künstlerischen Reichtum im Paris dieser Epoche unterstreichen.

 

« Summer of ‘69 ». Werke von Berthe Lutgen und Misch Da Leiden seit den Jahren der Revolte
27.11.2021 > 21.05.2022

Die Ausstellung widmet sich den Werken der 1935 in Esch-sur-Alzette geborenen Malerin und Frauenrechtlerin Berthe Lutgen und des 1948 in Luxemburg geborenen Malers und Serigrafisten Michel Daleiden, der unter dem Künstlernamen „Misch Da Leiden“ in Düsseldorf lebt und arbeitet. Daleiden trat Ende der 1960er Jahre die Luxemburger Arbeitsgruppe Kunst bei, deren Mitbegründerin Lutgen war. Zusammen mit anderen Künstlern organisierten sie 1969 die spektakuläre „Erste nichtaffirmative cooperative Ausstellung aktueller Kunst“ und bildeten eine informelle Gruppe mit dem Namen Initiative 69. Bis Anfang der 70er Jahre standen Lutgen und Da Leiden auch über die Groupe de Recherche d’Art Politique (GRAP) in Verbindung.

Diese heute fast vergessenen Initiativen luxemburgischer Künstlerinnen und Künstler waren Teil einer globalen Bewegung, die zur Ablösung der Abstraktion als „Weltsprache der Kunst“ beitrugen. Verbindende Grundzüge dieser Bewegung waren die Kreation unterschiedlichster Formen von abbildender oder objekthafter Kunst: Pop Art, Op Art, Concept Art, Neo-Dada, Nouveau Realisme, Hard Edge, Land Art, Kinetik, Body Art oder Happening. Die 1960er Jahre waren von einem das künstlerische Experimentieren stark begünstigenden Klima geprägt. Künstlerinnen und Künstler arbeiteten im Sinne einer von allen Fesseln befreiten Kunst. In Luxemburg suchte die junge Generation sich dabei vor allem von den Zwängen der École de Paris als einziger repräsentativer Strömung der zeitgenössischen Kunst zu lösen.

Die Schau dokumentiert die künstlerischen Aktionen der Protestbewegung in Luxemburg, insbesondere um und mit der Initiative 69 und gibt gleichzeitig einen Ausblick: Anhand ausgewählter Werke von Berthe Lutgen und Misch Da Leiden beschäftigt sie sich mit zwei wichtigen Akteuren dieser Bewegung und zeigt deren künstlerische Entwicklung bis heute auf. Lutgen und Da Leiden gingen unterschiedliche Wege, sowohl geografisch als auch künstlerisch. Auf diverse Weise blieben sie jedoch in ihrer Kunst mit der subversiven Kraft der 68er Jahre verflochten.

Kultur- und Bildungsprogramm September — Dezember 2021

 

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Architektur

Bürgerliche Villenarchitektur, in einer Interpretation des 21. Jahrhunderts
Die Architektur des Museums spiegelt den historischen Charakter seiner Gemäldesammlungen, die im 18. und 19. Jahrhundert von Privatleuten zusammengestellt wurden. Die repräsentative Stadtvilla von 1873 ist renoviert und um einen Neubau der Architekten Philippe Schmit und Diane Heirend vom Luxemburger Büro Diane Heirend & Philippe Schmit architectes erweitert worden, der in einen spannenden Dialog mit der vorgefundenen Bausubstanz tritt.

Auf soliden Mauern...
Die Villa Vauban hat ihren Namen von einem Fort der ehemaligen Luxemburger Festung, welches von Sébastien Le Prestre Vauban (1633-1707), dem Festungsbaumeister Ludwigs XIV. errichtet und beim Bau des Wohnhauses als Fundament integriert wurde. Heute ist im Untergeschoss  des Museums ein imposantes Stück der Umfassungsmauer dieses Forts aus dem 18. Jahrhundert zu bewundern.

Entspannung in einem historischen Garten
Das Ensemble aus Villa und Neubau befindet sich inmitten eines Parks des französischen Gartenarchitekten Édouard André (1840-1911), einem der führenden Landschaftsplaner seiner Zeit, der in seiner ursprünglichen Gestalt  rekonstruiert wurde. Die Villa Vauban lädt somit dazu ein, Kunst in entspannender Atmosphäre im Herzen der Stadt Luxemburg zu genießen.

Auszeichnungen:
TECU® Architecture Award 2010
Prix Luxembourgeois d'Architecture 2011, Domaine Architecture (ex aequo)

 

Sonntag: 10:00-18:00
Montag: 10:00-18:00
Dienstag: Closed
Mittwoch: 10:00-18:00
Donnerstag: 10:00-18:00
Freitag: 10:00-21:00
Samstag: 10:00-18:00

01.01 / 01.11 / 25.12

 

  • 5.00EUR
    Erwachsene
  • 3.00EUR
    Ermäßigter Tarif
  • 0.00EUR
    Freitags, 18:00-21:00
 

18, avenue Émile Reuter
L-2420 Luxembourg
 

  • Bus

    N°22 (Place de l'Étoile)

  • Tram

    Place de l'Étoile

  • Vel'OH!

    N° 11 (Winston Churchill), N° 16 (Amélie), N° 28 (Charly's Gare)

  • Auto

    Parkhaus Monterey

Programm der Villa Vauban